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RaDes ist auch während der Corona-Pandemie für seine Kunden da

Seit zwei Monaten ist das Leben und Arbeiten nun stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt.

Bei RaDes haben wir früh Maßnahmen getroffen und uns vorbereitet. Risiken vorhersehen und minimieren, ist für uns eine gut eingeübte Praktik. Wir sind mit wichtigen Materialien bevorratet (Eluenten, Excipients) und halten unsere Meetings virtuell ab, um nicht-essentielle Kontakte zu vermeiden.

Eine wichtige Erkenntnis ist, dass es sich ausgezahlt hat, dass wir von Beginn an in eine leistungsstarke IT-Infrastruktur investiert haben: jeder Mitarbeiter hat ein Notebook, auf Daten und Analyseninstrumente kann von zu Hause sicher zugegriffen werden. Unser Laborbetrieb läuft unter Berücksichtigung der behördlichen Vorgaben weiter und ein „Backup-Team“, das von zu Hause arbeitet, besteht, um die „Business Continuity“ zu sichern und zuverlässig für unsere Kunden da zu sein.

Wir nehmen die Situation ernst: den Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter und ein weitsichtiges, gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Wir verlieren auch nicht aus den Augen, was vor „Corona“ wichtig war und für die Zukunft entscheidend ist: vieles, was gute Entwicklungsarbeit ausmacht, wird weiter Bestand haben. Manches wird sich ändern. So wandelt sich Einsatz moderner Technologie und Digitalisierung in vielen Bereichen vom „nice to have“ zur Notwendigkeit.

Zuletzt wollen wir die Gelegenheit nutzen, um uns an dieser Stelle bei unseren Kunden, Lieferanten und Partnern zu bedanken. Wir erleben in dieser Zeit viele positive Erfahrungen freundlich-konstruktiver Zusammenarbeit und Engagement, Dinge trotz Hindernissen gemeinsam voranzubringen.

Pharmaziepraktikum zu rheologischen Untersuchungen

Anfang Mai hat Manasse Feichtinger sein Pharmaziepraktikum bei RaDes begonnen. Manasse hat an der Universität Marburg Pharmazie studiert und ist außerdem ausgebildeter Chemielaborant mit Erfahrung in der Analytik halbfester Arzneiformen.

Bei RaDes wird er rheologische Eigenschaften von halbfesten Excipients und Formulierungen untersuchen, inklusive oszillationsrheologischer Untersuchungen, die eine tiefergehende Analyse innerer Strukturen von Materialien ermöglichen und Thermorheologie.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, inwieweit Excipients verschiedener Hersteller, die alle den Arzneibuchanforderungen entsprechen, rheologische Unterschiede aufweisen und wie diese sich auf Stabilität, Verhalten im Herstellprozess und Performance auswirken. Weiterhin wird untersucht werden, wie rheologische Eigenschaften von reinen, strukturgebenden Excipients mit deren Verhaltensweise nach Einarbeitung in eine Formulierung korrelieren.

Im zweiten Jahr unseres Bestehens ist das unser erstes Studentenprojekt. Da für uns die Ausbildung und Entwicklung von Talenten ein wichtiges Anliegen ist, und wir die Ambition haben, zu Innovation beizutragen und komplexe halbfeste Formulierungen immer systematischer zu verstehen, werden noch weitere folgen!

RaDes hat Deutschlands erste Phoenix™ Robotic Diffusion Station mit Trockenheizblock-Diffusionszellen implementiert

Mangelnde Kontrolle über Variabilitätsfaktoren kann die Datenqualität von In-vitro-Freisetzungstests beeinträchtigen und zu Unklarheiten bei der Beurteilung der Hautpermeation führen.

Wir freuen uns, Deutschlands erste Phoenix™ RDS (Robotic Diffusion Station) mit Trockenheizblock-Diffusionszellen implementiert zu haben und unseren Kunden die Vorteile dieser Technologie anbieten zu können.

Zu den Verbesserungen dieser Technologie gegenüber der traditionellen Technologie der in-vitro-Permeationstests gehört eine deutlich bessere Temperaturkontrolle, die das Phoenix-Trockenwärmesystem im Vergleich zu Systemen mit zirkulierenden Wasserbädern bietet. Da die Diffusion eine Funktion der Temperatur ist, verbessert dies die Datenqualität. Ebenso wird eine bessere Kontrolle der Rührgeschwindigkeit erreicht. Darüber hinaus ist das System durch die geringeren Wartungsaufwand und schnelleres Setup wirtschaftlicher.

Vielen Dank an Bruna Lousada von Teledyne Hansen Research und Severin Schweisthal & Antony Wozniak von Cole Parmer für die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung!

www.hansonresearch.com/diffusion-testing/phoenix-dry-heat-systems

Petra Lohmann verstärkt RaDes als Leitung der Qualitätssicherung

Wir freuen uns sehr, dass seit Anfang Januar 2020 Frau Dr. Petra Lohmann das RaDes-Team als Leitung der Qualitätssicherung verstärkt.
Sie hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung in verantwortlichen Positionen, wodurch sie umfangreich vertraut ist mit den Qualitätsanforderungen an Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika und Biozide.
Frau Lohmann ist bei RaDes verantwortlich für den Aufbau und die Pflege des Qualitätsmanagementsystems und bietet Beratung und Expertisen im Bereich Qualitätsmanagement an.
Weitere Informationen unter: https://rades-development.com/ueber-rades/team/dr-petra-lohmann/

RaDes in 5 min, 42 sec

RaDes war eingeladen, sich auf der „Ins Netz gegangen“-Veranstaltung von Life Science Nord zu präsentieren. Die einzige Regel des Events, das am 27.11.19 in Lübeck stattfand, war: die Präsentation darf maximal 6 Minuten dauern. Michael Herbig, Geschäftsführer von RaDes, hat die Firma in 5 Minuten und 42 Sekunden vorgestellt und sich über die interessanten Diskussionen mit anderen Netzwerkmitgliedern im Anschluss gefreut!
Unter „RaDes bei Life Science Nord“ finden Sie unsere Präsentation, für die Sie sich so viel Zeit nehmen können, wie Sie möchten.

Unser Chemielaborant für herausragende Leistungen ausgezeichnet!

Am 20.09.2019 wurde unser Mitarbeiter Janek Giebel von der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck für seine herausragende Leistung in der Abschlussprüfung zum Chemielaboranten ausgezeichnet. Wir gratulieren ihm dafür recht herzlich und freuen uns, dass er unser Team mit seiner sehr guten Arbeit bereichert! Alles Gute!

RaDes präsentierte Poster zur rheologischen Charakterisierung bei Skin Forum in Reims

Vom 23. bis 24. September besuchten Melanie Köllmer und Michael Herbig das Skin Forum in Reims, Frankreich. Die Konferenz bot ein sehr interessantes und relevantes wissenschaftliches Programm und die Gelegenheit für inspirierende Diskussionen. Auch unser Poster „Differences in shear viscosities in the non-plateau region of the viscosity curve and implications for rheological method development and release testing of semisolid products“ wurde gut angenommen und führte zu interessanten Diskussionen. Weitere Informationen zu unseren Services rund um die rheologische Charakterisierung von Formulierungen finden Sie in unserem hier beigefügten Flyer.

Herzlich willkommen, Janek!

Seit Juli verstärkt Janek Giebel das Team von RaDes. Er hat im Juni 2019 seine Ausbildung zum Chemielaboranten sehr erfolgreich abgeschlossen. In diesem Rahmen sammelte er bereits 3 Jahre Erfahrung in der Analytik von halbfesten Arzneiformen.

Janek wird uns hauptsächlich bei den analytischen Arbeiten (HPLC, UPLC, MS) sowie bei der galenischen Entwicklung und Prüfung von flüssigen und halbfesten Produkten unterstützen.

Wir freuen uns sehr, dass Janek nun Teil unseres Teams ist!

Erweiterung unseres analytischen Equipments

Nach einem erfolgreichen ersten Jahr haben wir unser modernes analytisches Equipment um eine zusätzliche Waters ACQUITY™ UPLC™- H-Class mit PDA & QDa (Single-Massenspektrometer) -Detektoren erweitert. Auch das neue System ist mit einem Lösungsmittelauswahl-Ventil (6 Mobile Phasen) und einem Säulen-Manager (bis zu 4 Säulen) ausgestattet und somit optimal für die Methodenentwicklung als auch für die Analyse großer Probenmengen geeignet.

All unsere HPLC- und UPLC™-Instrumente werden mit der neuesten Version des Chromatographiedatensystems Empower™ 3 (Service Release 3) von Waters GmbH betrieben, um ein qualitativ hochwertiges Datenmanagement zu gewährleisten.

Hierdurch können wir unsere Kapazitäten und unsere Flexibilität in der Bearbeitung von Kundenprojekten weiter erhöhen.

1 Jahr RaDes!

Anfang Juli 2018 begann die Geschichte von RaDes mit dem Aufbau der Labore und dem Erstellen der Website. Im September war das Gründerteam vollständig, im November die Labore voll operational. Und nach einem Jahr sind wir ein etablierter, wachsender Entwicklungsdienstleister!

Wir sind glücklich über die vielen positiven Erfahrungen und Kollaborationen und bedanken uns herzlich bei unseren Kunden, Partnern, Freunden und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Drei neue Publikationen von RaDes-Mitarbeitern

In den ersten Monaten des Jahres wurden drei Publikationen von RaDes-Wissenschaftlern veröffentlicht. Diese adressieren unterschiedliche Aspekte mit hoher praktischer Relevanz für die systematische Entwicklung von flüssigen und halbfesten Formulierungen:

Als erstes Paper wurde eine systematische Evaluierung des Skin PAMPA-Modells veröffentlicht (“Investigation of the Compatibility of the Skin PAMPA Model with Topical Formulation and Acceptor Media Additives Using Different Assay Setups”). Darin wurde die grundsätzliche Kompatibilität des Modells mit nicht-wässrigen Formulierungssystemen nachgewiesen und etabliert, ab welchen Solvent-Konzentrationen die Gefahr für Extraktion von Lipiden aus der Membran besteht. Zudem wurden die Möglichkeiten und Limitationen eines modifizierten Setups mit „Donor oben“ beschrieben.
DOI: https://doi.org/10.1208/s12249-019-1305-3

Weiterhin wurde der Einfluss der Konzentration des Wirkstoffes Betamethasondipropionat in der Wasserphase auf dessen Stabilität in Emulsionsgelen untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass mit steigender Emulgatorkonzentration mehr Wirkstoff in die Wasserphase verteilt und auch verstärkt abgebaut wurde. Die Methoden und Erkenntnisse tragen dazu bei, Hydrolyse-empfindliche Wirkstoffe durch „Einschluss“ in der Ölphase zu stabilisieren zu können.
DOI: https://doi.org/10.1016/j.ijpharm.2019.02.044

Um dabei auch den Emulgatoranteil in der Wasserphase bestimmen zu können, wurde eine neue Methode zur Quantifizierung von Polysorbat 80 entwickelt. Damit kann der Hilfsstoff auch in Konzentrationen weit unterhalb der kritischen Mizellbildungskonzentration bestimmt werden. Dabei konnte auch ermittelt werden, wie die in diesem hochkomplexen Gemisch enthaltene Ölsäure über einen DoE-Ansatz in Gegenwart von isomeren C18:1-Säuren zuverlässig bestimmt werden kann.
DOI: https://doi.org/10.1016/j.chroma.2019.04.015

Haben Sie Fragen oder Kommentare dazu oder sehen Sie Potential, wie unsere Methoden und Erkenntnisse in Ihren Projekten hilfreich sein können, dann freuen wir uns über Ihre Nachricht an: info@rades-development.com oder +49-40-57004180.

„Hans Christian Korting-Nachwuchspreis“ der Gesellschaft für Dermopharmazie für Julia Puschmann

Im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Dermopharmazie wurde Julia Puschmann (RaDes GmbH) der erste Platz des „Hans Christan Korting-Nachwuchspreises für Dermopharmazie“ verliehen. Außerdem bekam sie die Gelegenheit, Ihre Arbeit in zwei Kurzvorträgen vorzustellen. Wir gratulieren Julia zu Ihrem Preis!

Sie erhielt ihn für Ihr Poster mit dem Titel „How does the emulsifier concentration affect API stability in emulsion gels and skin penetration?“. Die Studie zeigt, dass es möglich ist, hydrolyse-empfindliche Wirkstoffe auch in einer wasserreichen Creme zu stabilisieren – wenn der Wirkstoff lipophil ist und die richtige Formulierungstechnologie angewandt wird! Am Beispiel von Betamethasondipropionat (BDP) hat sie die dem zugrunde liegenden Mechanismen aufgeklärt: den Einfluss der Konzentration des Emulgators und die Korrelation der freien Wirkstoffkonzentration in der Wasserphase mit dem Abbau.

Die Hautpenetration, getestet am Schweineohr mit dem Hamburg-Model (https://doi.org/10.1016/j.ejpb.2015.03.030), wurde weiterhin durch eine veränderte Sättigung der Formulierung durch Zugabe von Co-Solventien beeinflusst.

Diese Daten wurden mittlerweile auch in der dazugehörigen Publikation veröffentlicht (https://doi.org/10.1016/j.ijpharm.2019.02.044).

Haben Sie Fragen oder Anregungen dazu? Kontaktieren Sie uns dazu unter info@rades-development.com.

RaDes präsentiert auf dem „APV Expert Workshop: Emulsions“

Emulsionen sind eine wichtige Arzneiform, insbesondere für die topische Anwendung, aber auch oral und parenteral. Der APV-Workshop vom 01. bis 02. April 2019 bietet einen umfassenden Einblick in die Formulierung, Charakterisierung und Prozesse.

Michael Herbig von RaDes wird einen Vortrag halten über: „Creme 2.0″ – Verbesserung von Umfang, Leistung und Robustheit von Emulsionen durch rationales Design“. Er präsentiert neue Erkenntnisse über Verteilungsphänomene in Emulsionen und deren Auswirkungen auf Stabilität und Leistung, über die Wirkung von Emulgatoren, Konsistenzregelungssysteme und Ansätze zur Veränderung der Hautpenetration.

Das Programm finden Sie hier: https://www.apv-mainz.de/fileadmin/dateiablage/apv-mainz/Seminare/oeffentllich/6767_Emulsions_experts.pdf

Für mehr Informationen zur Entwicklung von Emulsionen kontaktieren Sie uns unter info@rades-development.com.

Rheometer erweitert Formulierungsentwicklung

Mit der Implementierung des Rheometers MCR 102 (Anton Paar GmbH) haben wir ein neues Instrument zur Formulierungscharakterisierung in unser Portfolio aufgenommen. Mit diesem Gerät können wir sowohl Oszillations- als auch Rotationsmessungen von halbfesten und flüssigen Formulierungen durchführen. Durch Variation des gewählten Systems (Platte/Platte, Kegel/Platte, Zylinder/Becher) können wir Informationen über Struktur und Verhalten unter Scherbelastung verschiedener Rezepturtypen liefern.

Die Oszillationsrheologie ermöglicht Vorhersagen zur Langzeitstabilität und Stressverhalten, z.B. beim Pumpen in den Vorratsbehälter. Zusätzlich kann der Einfluss von Scherstress auf die Formulierung gemessen werden. Mit speziellen Methoden kann auch die Wiederherstellung der Struktur nach Stresseinwirkung, wie durch Pumpprozesse, dargestellt werden. Erreicht die Formulierung wieder die Struktur vor der Belastung oder wird sie verändert? Darüber hinaus kann der Einfluss unterschiedlicher Konzentrationen, Chargen und Lieferanten von Hilfsstoffen verglichen werden, um Daten über kritische Qualitätsmerkmale (critical quality attributes) wie z.B. das Verhalten unter thermischer Belastung, zu sammeln.

Verschiedene Formulierungen wie Emulsionen, Cremes, Salben usw., sowie Hilfsstoffvarianten (hinsichtlich kritischer Qualitätsmerkmale) und Lagerbeim Troubleshooting existierender Produkte zu unterstützen.

Für mehr Informationen zu rheologischen Methoden kontaktieren Sie uns unter info@rades-development.com.

Waters Acquity™ UPLC™ H-Class PLUS implementiert

Seit Ende Oktober erweitert eine Waters ACQUITY™ UPLC™ H-Class PLUS mit PDA eλ (UV/VIS)- & QDa (Single-Massenspektrometer)-Detektoren die Analysengeräte der RaDes GmbH.

Hiermit können wir ein breites Spektrum an Kundenbedürfnissen abdecken – von der Methodenentwicklung mittels „Quality by Design“, den Transfer von Analysemethoden zwischen HPLC und UPLC™-Technologien bis hin zur schnellen und zuverlässigen Analyse eines großen Probenumfangs.

Wofür stehen diese Detektoren?

PDA eλ: ein hochsensibler Photodiodenarray- (UV/VIS-) Detektor mit einem großen linearen Messbereich und einem erweiterten Wellenlängenbereich bis 800 nm, um spektrale Informationen auch im sichtbaren Bereich (z.B. zur Aufklärung von Verfärbungen) robust zu quantifizieren.

QDa: ein kompaktes Massenspektrometer für Peak-Tracking, Quantifizierung von Verbindungen auf niedrigem Konzentrationsniveau oder mit einer geringen UV-Absorption und zur Identifikation und Auswertung von im UV/VIS co-eluierenden Peaks.

Das Gerät ist mit einem Lösungsmittelauswahl-Ventil (6 zusätzliche Lösungsmittel) und einem Säulen-Manager (4 Säulen) ausgestattet, um deutlich Zeit und Ressourcen bei der Methodenentwicklung einzusparen.

All unsere HPLC und UPLC™-Instrumente werden mit der neuesten Version des Chromatographiedatensystems Empower™ 3 (Service Release 3) von Waters GmbH betrieben, um ein qualitativ hochwertiges Datenmanagement zu gewährleisten.

Der Nutzen für unsere Kunden liegt besonders darin:

1) Analytik schlecht UV-absorbierender Moleküle wie Makrolide und Peptide – ein Trend in der Dermatologie.
2) Analytik niedrig dosierter Formulierungen – ein weiterer Trend in der Dermatologie.
3) Schnellere und bessere Methodenentwicklung für die klassische HPLC:

  • Die Methode wird unter Verwendung eines Design of Experiments (DoE)-Ansatzes mittels der UPLC™ entwickelt. Dabei können ggf. co-eluierende Peaks mittels des QDa-Detektors massenspektrometrisch identifiziert und anschließend präzise ausgewertet werden.
  • Die optimalen Bedingungen werden aus dem Design-Space unter Berücksichtigung von Auflösung, Laufzeit und Robustheit ausgewählt.
  • in silico Transformation einer UPLC™-Methode in eine HPLC-Methode.
  • experimentelle Überprüfung an der klassischen HPLC.
Neue Erkenntnisse zur Optimierung der Konservierung von Emulsionen

Die Konservierung von Cremes und Emulsionen stellt häufig eine Herausforderung dar. Auf der einen Seite müssen dermale Arzneimittel gemäß Vorschriften der Arzneibücher so konserviert sein, dass eingebrachte Mikroorganismen aktiv reduziert werden. Auf der anderen Seite sollte die Anzahl und Konzentration der eingesetzten Konservierungsmittel so gering wie möglich gehalten werden, um die Verträglichkeit der Formulierung zu optimieren. Generell bestehen, je nach Produktkategorie und Region (EU/USA), auch Maximalkonzentrationen für den Einsatz von Konservierungsmitteln. Weiterhin sind eine Reihe möglicher Inkompatibilitäten von Konservierungsmitteln mit anderen Formulierungsbestandteilen oder Primärpackmitteln zu berücksichtigen.

In der kürzlich publizierten Studie “Correlation of antimicrobial effects of phenoxyethanol with its free concentration in the water phase of o/w-emulsion gels.” (Puschmann et al. Eur J Pharm Biopharm (131) 152–161, 2018, www.sciencedirect.com) konnten Wissenschaftler der RaDes GmbH in Zusammenarbeit mit der Pharmazeutischen Technologie der TU Braunschweig neue Erkenntnisse mit hoher praktischer Relevanz für die Optimierung von Konservierungssystemen in Emulsionen gewinnen.

Wir konnten eine neue Methode etablieren, um die Konzentration des weitverbreiteten Konservierungsmittels Phenoxyethanol in der Öl- und Wasserphase genau zu bestimmen. Zudem konnte innerhalb der Wasserphase zwischen freiem und mizellar gebundenem Konservierungsmittel unterschieden werden. Wie von uns erwartet, ist für die antimikrobielle Wirksamkeit nicht die Gesamtkonzentration des Konservierungsmittels, sondern die freie Konzentration in der Wasserphase entscheidend. Diese wiederum kann deutlich durch die Zusammensetzung der Ölphase, durch Co-Solvents in der Wasserphase und durch Emulgatortyp und -konzentration beeinflusst werden.

Unsere Methoden und Erkenntnisse erlauben es, Konservierungsmittelsysteme schneller und robuster zu entwickeln und das Gesamtsystem hinsichtlich antimikrobieller Performance, technischer Robustheit und Hautverträglichkeit zu optimieren. Nicht zuletzt kann basierend darauf auch die Anzahl der in der Entwicklungsphase nötigen Keimbelastungstests gezielt reduziert und damit Zeit und Kosten gespart werden. Auch zur Entwicklung neuer, optimierter Konservierungsmittel kann dieser Ansatz entscheidend beitragen.